Landtagswahl Sachsen-Anhalt

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Zubitoni
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Re: Landtagswahl Sachsen-Anhalt

#41 Beitrag von Zubitoni » Do 10. Sep 2026, 20:34

Stimmt so nicht. Das Dritte Reich, Geschichte usw. bzw. die Machtübernahme wurde schon recht ausführlich behandelt. Man sah den Befreier aber nicht nur im Westen, bzw. unterstellte diesem ausschließlich dunkle Absichten. (der antifaschistische Schutzwall, ja) ;)
behandelt ja, klar, aber das DDR regime hat sich doch niemals als nachfolgeregierung des kriegsschuldigen deutschlands dargestellt, oder? und damit war auch das volk raus aus der nummer. wer rechts gehustet hat, wurde deswegen auch nicht sofort komisch angeschaut.
Es kommt aber irgendwie auch vor, dass man Ausländer eigentlich total okay findet (Arbeit, freundlich) und trotzdem AfD nahe diskutiert oder argumentiert. Und das sind auch nicht alles Leute die am Hungertuch nagen oder sich den Urlaub nicht leisten können.
das ist das was ich meine. rechtsdenke wurde und wird nicht per se als teufelszeug abgetan. wenn es nicht so fatal wäre, würde ich sagen: man geht entspannter damit um. und das hat m.e. was mit der DDR perspektive zu tun.
Eine Meinung.

jasper1902
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Re: Landtagswahl Sachsen-Anhalt

#42 Beitrag von jasper1902 » Do 10. Sep 2026, 21:00

Zubitoni hat geschrieben: Do 10. Sep 2026, 20:34
Stimmt so nicht. Das Dritte Reich, Geschichte usw. bzw. die Machtübernahme wurde schon recht ausführlich behandelt. Man sah den Befreier aber nicht nur im Westen, bzw. unterstellte diesem ausschließlich dunkle Absichten. (der antifaschistische Schutzwall, ja) ;)
behandelt ja, klar, aber das DDR regime hat sich doch niemals als nachfolgeregierung des kriegsschuldigen deutschlands dargestellt, oder? und damit war auch das volk raus aus der nummer. wer rechts gehustet hat, wurde deswegen auch nicht sofort komisch angeschaut.
Es kommt aber irgendwie auch vor, dass man Ausländer eigentlich total okay findet (Arbeit, freundlich) und trotzdem AfD nahe diskutiert oder argumentiert. Und das sind auch nicht alles Leute die am Hungertuch nagen oder sich den Urlaub nicht leisten können.
das ist das was ich meine. rechtsdenke wurde und wird nicht per se als teufelszeug abgetan. wenn es nicht so fatal wäre, würde ich sagen: man geht entspannter damit um. und das hat m.e. was mit der DDR perspektive zu tun.
Als CDU Wähler wurde ich auch schon ein paar Mal als eindeutig Rchter betitelt - das ist aus meiner Sicht genauso Quatsch wie Aussagen, dass die AfD absolut
ungefährlich ist.

sgG

Gus
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Re: Landtagswahl Sachsen-Anhalt

#43 Beitrag von Gus » Do 10. Sep 2026, 21:07

Zubitoni hat geschrieben: Do 10. Sep 2026, 19:00 ich glaube, dass es in den neuen bundesländern einfach keine angst vor rechtsaußen gab und gibt. schuld am krieg war ja seit jeher nur die BRD, so dass eine befassung mit der eigenen geschichte und schuldfrage in der DDR zu kurz kam. uns wessies dagegen wurde als reaktion auf eine rechtsaußenmeinung immer schon der empörungsautomat antrainiert.
Das empfinde und erinnere ich als 1974 in S.-Anh. geborener sehr anders. In der vom Staat komplett gleichgeschalteten institutionellen Erziehung war Antifaschismus erstes Gebot. Vermutlich standen die ermordeten Juden an zweiter Stelle hinter den ermordeten Bürgern der Sowjetunion und den ermordeten und verfolgten Kommunisten (Erinnerungen verschwimmen mit dem Alter ;-)), aber von einem lachsen Umgang mit der NS-Vergangenheit kann keine Rede sein. Zwei Literaturbeispiele aus dem Deutschunterricht: Bruno Apitz' "Nackt unter Wölfen" und Dieter Nolls "Werner Holt" - beides sicher keine westliche "Aufarbeitungsliteratur", aber doch eher Werke, die dazu verleiten, das "Dritte Reich" nicht positiv zu sehen. Gelesen wurden übrigens beide in der bis zur zehnten Klasse reichenden Oberschule, nicht erst in der Abiturvorbereitung. Meine Deutschlehrerin in Klasse 10 in Bad Neuenahr-Ahrweiler fand die Vorstellung, "den Kindern" schon in diesem Alter solche Literatur anzutragen, regelrecht grausam.

Und im übrigen habe ich mich in den letzten Jahren mit der Aufarbeitung der NS-Zeit etwas auseinandergesetzt und komme nicht zu dem Schluss, dass das in der BRD bis zum Fall des eisernen Vorhangs das allergrößte Thema war. Hüben wie drüben waren lange Zeit NSDAP-Kader in Führungspositionen zu finden, wurde lange Zeit über vieles geschwiegen. Die große Erinnerungskultur entstand nach meinem Empfinden erst nach 1990, als sich alle Beteiligten auch offen mit dem vorherigen "Klassenfeind" auseinander- und sogar zusammensetzen durften. Vielleicht, als es möglich und notwendig wurde, Schuld auch gegenüber "dem Russen" einzugestehen?
Zubitoni hat geschrieben: Do 10. Sep 2026, 19:00 führt natürlich dazu, dass man im osten deutlich weniger scheu hat, sich auf dem gebiet der nazis zu bewegen. „ausländer, die uns die arbeit wegnehmen oder straffällig werden könnten -> raus!“ stand als urparole über allem, leider tw auch verfestigt durch harte erfahrungen. der rest, zb das zugehörigkeitsgefühl zu den russen, ist da wahrscheinlich nur das (austauschbare) beiwerk.
Auch das möchte ich auch bestreiten. Vielmehr würde ich die Position einnehmen, dass die BRD-Bevölkerung im Umgang mit Zuwanderung 40 Jahre Vorsprung hatte. Die Polen waren direkt nach dem Krieg da, die Italiener und Türken wurden nach dem Einsetzen der Wirkung des Marshallplans geholt. In der DDR kamen irgendwann in den 70er oder 80er Jahren ein paar Menschen aus Vietnam oder Kuba, vielleicht aus Äthiopien. Aber die wurden von der Bevölkerung weitestgehend ferngehalten. Selbst mit den vielen Russen, die im Land stationiert waren, hatte man wenig Berührung, weil sie weitestgehend in ihren Kasernen eingesperrt gehalten wurden. Diese mangelnde Gewöhnung, gepaart mit hoher Arbeitslosigkeit und Verlustängsten der schlimmsten Art in den 90er Jahren, führte m. E. zu einer sehr starken Ablehnung von Zuwanderung ("die nehmen mir meinen Job weg").

Übrig bleiben - und erneut: hüben wir drüben - die 5, 10 oder 15 % mehr oder weniger harten Rechten, die regional nicht ganz gleichmäßig verteilt sind. Ich würde sie gerne mit Frau Weidel und Herrn Musk im Cockpit auf den Mars schießen, weil sie kein Mensch braucht. Leider gab es sie in der Geschichte schon immer und überall und ganz werden wie sie nie los. Die Frage ist nur, was wir tun können, um sie als die kleine Gruppe, die sie sind, einzuhegen und nicht über ihre eigene Blase hinaus Schaden anzurichten. Vorschläge gerne an mich und an eure lokalen Abgeordneten. ;-)

Gus
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Re: Landtagswahl Sachsen-Anhalt

#44 Beitrag von Gus » Do 10. Sep 2026, 21:13

Grundlegende Anmerkung:

Ich finde es sehr schön, dass wir so etwas hier auch diskutieren können.

Jedoch erwarte ich keineswegs, dass auf meine ausufernden Beiträge eingegangen wird. Ich kann mich nur bei diesem Thema nicht so recht bremsen, weil ich schon lange vor dieser Wahl mir und meinem Umfeld immer wieder die Frage gestellt habe, warum so viele Menschen in meiner Heimat so unzufrieden sind und keine bessere Zukunftsidee entwickeln können, als braunes Pack zu wählen. Und über die einfachen Antworten, die hier zum Teil auch kommen, bin ich weit hinaus.

Sorry. :-)

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Re: Landtagswahl Sachsen-Anhalt

#45 Beitrag von LEF » Do 10. Sep 2026, 21:21

Gus hat geschrieben: Do 10. Sep 2026, 17:50
LEF hat geschrieben: Mi 9. Sep 2026, 16:30
jasper1902 hat geschrieben:
Aber fast 44% in SA? Das möchte ich so nicht stehenlassen. Die sind doch nicht alle oder überwiegend doof!

sgG
Anscheinend doch. "Wer nichts weiß, muss alles glauben"...........in dem Fall natürlich pro AfD.
Aha, anscheinend sind die alle doof.
43,x % von ca. 1,4 Mio Wählern (77,8 % von knapp 1,8 Mio Wahlberechtigten) in einem Land, in dem 25 % der Bevölkerung einen hohen Bildungsstandard haben, sind doof. Selbst 30 % der formal hoch oder höher Gebildeten sind so doof, dass sie diese Wahlentscheidung treffen.

Ich würde empfehlen, sich einmal die statistischen Analysen von ARD/infratest dimap aus den Nachwahlbefragungen (und ggf. anderen Erhebungen) genauer anzuschauen. Hier findet der geneigte Leser einige Hinweise darauf, wer warum diese fatale Wahlentscheidung traf.

Man könnte viel viel tiefer in das Thema einsteigen, warum der doofe Jammerossi auf diese Bewegung hereinfällt und zu großen Teilen Leute diese Wahlentscheidung treffen, die nichts Gutes, sondern nicht selten das Gegenteil, von der AfD zu erwarten haben. Es gibt hierzu reichlich Material. Vielleicht hilft ein Blick auf die Einkommens- oder Vermögensverteilung in Deutschland. Vielleicht schaut man sich auch einmal die Bevölkerungsstatistiken an (ich höre jetzt auf mit Links, ihr könnt alle selbst mit Suchmaschinen umgehen ;-)), z. B. im Hinblick auf Abwanderung oder auf Zusammensetzung der "Zurückbleibenden" nach Alter und Geschlecht. Und nicht zuletzt hat Hendrik Wüst diesen Montag bei "Missverstehen Sie mich richtig" erzählt, dass er in Sachsen-Anhalt Leute traf, die noch nie einen Politiker aus der Nähe gesehen haben, es sei denn einen von der AfD. Hier haben "die Etablierten" auch einiges liegen lassen.

Ganz sicher bin ich mir als Sachsen-Anhalter mit mittlerem Bildungsabschluss, dass "doof sein" nicht für 43,x % reicht. Wir müssen m. E. davon ausgehen, dass vielleicht 10 bis 15 % mehr oder weniger harte Rechte sind, da sind schon ein paar Doofe dabei. Weitere 10 % sind vielleicht wirklich einfach zu doof, um die Tragweite und Unsinnigkeit ihres Handelns zu überblicken. Dann bleiben aber noch weitere ca. 20 %, die andere Gründe haben.

Ich gehöre übrigens nicht zu den 43,x %. Und verteidigen will ich sie auch nicht. Ich bin genau so enttäuscht, wie die meisten Freunde unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.
Jetzt mach mal einen Punkt Kollege. Mitnichten habe ich geschrieben, dass alle Sachsen-Anhalter doof wären. Ich habe lediglich geäußert, dass ich nicht verstehen kann, wie gebildete Menschen so etwas wählen können.
Zugegeben, kam es vielleicht etwas kryptisch rüber. Sorry.
Ich habe allerhöchsten Respekt vor den Wählern, die dagegen gestimmt haben. Zum Glück gibt es NOCH geheime Wahlen.
Außerdem habe ich persönlich - als Wessi - sehr gute persönliche und geschäftliche Beziehungen, jetzt und auch damals, als diese scheiß Mauer gefallen ist. Ich habe mich damals riesig gefreut und es als Wunder wahrgenommen....und dabei bleibt es auch.
Also, nichts für ungut !

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Re: Landtagswahl Sachsen-Anhalt

#46 Beitrag von Ignazius5 » Do 10. Sep 2026, 22:10

behandelt ja, klar, aber das DDR regime hat sich doch niemals als nachfolgeregierung des kriegsschuldigen deutschlands dargestellt, oder? und damit war auch das volk raus aus der nummer. wer rechts gehustet hat, wurde deswegen auch nicht sofort komisch angeschaut.
Sagen wir so: Man sah sich selbst im Widerstand (KPD, SPD) und hatte zumindest die russische Kaderschmiede durchlaufen. (wehnermäßig halt) Also die Gründungsväter. Die Schuld des deutschen Volkes am Krieg hat man aber nicht verleugnet. Eher im Gegenteil. "Von deutschen Boden darf nie wieder Krieg ausgehen" war Staatideologie. ;)

Kommt auch nicht von ungefähr, dass Gorbatschow als Russe der Funke für 89 war. Weil er das offen ausgesprochen hat, was im Ostblock offensichtlich war. Das wäre in etwa so, als wenn der Nachfolger von Trump oder Trump selbst die ungleichen Vermögensverhältnisse ansprechen und abändern bzw. die ungezügelte, fossilgetriebene Konsumgesellschaft in Frage stellen würde.

Der Befreier stand insofern nicht nur im Westen, so als Unterschied.

Auch wenn vieles ideologisch anders gefärbt war, als Konzept des Sozialismus. (Buchenwaldmythos/ Ines Geipel "Fabelland") Hm, naja. Arrangiert.

Aber es war nicht in dem Maße geschichtsvergessen, als dass alle Ostdeutschen Widerstandskämpfer waren. Das wurden sie erst später. ;)

Die Kriegsschuldverweigerer waren interessanterweise eigentlich immer eher die im Westen. (KPD Verbot, Naziaufmärsche usw., ungezügelter Kapitalismus. Also weiter westlich dann. ) ;)

Und bei rechtem Husten gab es in dunklen Kammern Schreibmaschinenarbeit bis spät in die Nacht. Oder anders: Unser Verfassungsschutz hat in der Hinsicht effektiver gearbeitet. Als Jugendlicher hat man da besser keine Fahen geschwungen und sich den Husten verkniffen. Um es mal diplomatisch zu sagen. Da waren der Staat nicht zimperlich. Das war einfach nicht erwünscht.
das ist das was ich meine. rechtsdenke wurde und wird nicht per se als teufelszeug abgetan. wenn es nicht so fatal wäre, würde ich sagen: man geht entspannter damit um. und das hat m.e. was mit der DDR perspektive zu tun.
Ich meinte damit eher, dass man argumentativ viel auch bei der AfD findet. Liegt aber eher daran, dass die AfD als Partei den Ticken näher am Volk ist (auf Maul geschaut) und viele Argumente, Meinungen und Ansichten für sich verstärkt oder überhöht und ins Politische als "Kampfmittel" übersetzt. Was wiederum eine gewisse Anschlussfähigkeit erzeugt. Das ist im Grunde das, was man einen sich selbst verstärkenden Effekt nennen könnte. Das hat mit der Ideologie in der DDR nicht all zu viel zu tun, wenn heute 25 -35 Jährige mit Springerstiefeln rumlaufen oder eben rechter Ideologie folgen. In der DDR ist man nicht zum Rassist erzogen worden. Klassenfeinde, Gleichschritt, Propaganda/ Werbung, "Staatsmedien" ("Staatsmedien" AfD Vokabular! Den Begriff haben die aber von mir übernommen und politisch verfälscht und ich nicht von denen.), diese "konsumiere, gehorche, Geld ist dein Gott" gibt es immer und überall. Das mit dem Sozialismus war dann halt Schicksal. ;)

Aber Gewalt und solche Sachen, auch Mobbing, das haben die nicht so gerne gesehen.

Gruß Ignazius
Zuletzt geändert von Ignazius5 am Do 10. Sep 2026, 23:44, insgesamt 1-mal geändert.

Gus
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Re: Landtagswahl Sachsen-Anhalt

#47 Beitrag von Gus » Do 10. Sep 2026, 23:11

LEF hat geschrieben: Do 10. Sep 2026, 21:21
Jetzt mach mal einen Punkt Kollege. Mitnichten habe ich geschrieben, dass alle Sachsen-Anhalter doof wären.
Das habe ich dir auch nicht unterstellt LEF. Die Abfolge der Zitate darf m. E. aber schon so gedeutet werden, dass du möglicherweise den 43,x % mehrheitlich unterstellst, dass sie doof sind. Wir müssen mein Verstehen deiner Äußerung auch nicht weiter besprechen. Wenn ich dich falsch verstanden habe, tut es mir leid. So was passiert bei schriftlichem Austausch und sollte den weiteren Austausch nicht unmöglich machen, ne?

Wichtig war mir, dass ich empfunden habe, dass auch hier diese viel zu einfache Erklärung ins Spiel kommt, die uns im Grunde nur in die Resignation und nicht ins Handeln bringen kann. Der Reflex basiert also auf "NEIN, die sind nicht doof - wenn wir mit ihnen ins Gespräch kommen, wenn wir ihnen zuhören, sie verstehen, ihre Fragen aus anderen Blickwinkeln beleuchten, können wir sie zurückholen!" Bei Doofen ginge das nicht - und das würde mir noch viel mehr Angst machen, als der Scherbenhaufen, vor dem wir jetzt stehen.

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Re: Landtagswahl Sachsen-Anhalt

#48 Beitrag von LEF » Fr 11. Sep 2026, 17:08

Gus hat geschrieben: Do 10. Sep 2026, 23:11
LEF hat geschrieben: Do 10. Sep 2026, 21:21
Jetzt mach mal einen Punkt Kollege. Mitnichten habe ich geschrieben, dass alle Sachsen-Anhalter doof wären.
Das habe ich dir auch nicht unterstellt LEF. Die Abfolge der Zitate darf m. E. aber schon so gedeutet werden, dass du möglicherweise den 43,x % mehrheitlich unterstellst, dass sie doof sind. Wir müssen mein Verstehen deiner Äußerung auch nicht weiter besprechen. Wenn ich dich falsch verstanden habe, tut es mir leid. So was passiert bei schriftlichem Austausch und sollte den weiteren Austausch nicht unmöglich machen, ne?

Wichtig war mir, dass ich empfunden habe, dass auch hier diese viel zu einfache Erklärung ins Spiel kommt, die uns im Grunde nur in die Resignation und nicht ins Handeln bringen kann. Der Reflex basiert also auf "NEIN, die sind nicht doof - wenn wir mit ihnen ins Gespräch kommen, wenn wir ihnen zuhören, sie verstehen, ihre Fragen aus anderen Blickwinkeln beleuchten, können wir sie zurückholen!" Bei Doofen ginge das nicht - und das würde mir noch viel mehr Angst machen, als der Scherbenhaufen, vor dem wir jetzt stehen.
Alles gut :)

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