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Schwejk
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Re: Buchempfehlungen

#81 Beitrag von Schwejk » Fr 18. Sep 2026, 16:46

Ignazius hat geschrieben:
Primig zu lesen
Punkt 1: Weil es neben Eva Redecker noch weitere Autoren oder Autorinnen gibt, die sich mit diesem Thema befassen. Eben auch mit Themen wie Patriachat, "Neo" Kolonialismus/ Liberalismus, soziale Medien, Ausgrenzung, Sollbruchstellen des Liberalismus, Freiheitsbegriff oder allgemein der Einschränkung von Rechten bzw. die Aberkennung dieser. (LBTQ Bewegung usw.) Verteilungsfragen (Sozial/ Ökologisch). ("Ich lass mir mein Schnitzel nicht nehmen.", oder so ähnlich) Teilhabe, ÖPNV, Feminismus.
Wenngleich nicht immer ausdrücklich in der Verbindung mit Faschismus!
Und all das Gemeinplatzähnliche hast du ad hoc, bevor du dir den Podcast angehört hast, bereits dem zitierten Klappentext entnommen? Erneut: Respekt! ;)
Es geht ein Rechtsruck um die Welt, überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. Und doch laufen die ewig bemühten Analogien zur Zeit des Nationalsozialismus ins Leere: Der Faschismus der Gegenwart hat eine neue Gestalt, die nicht leicht zu erkennen und noch schwerer zu erklären ist. In Redeckers wegweisender Analyse gewinnt sein diffuses Wesen an Kontur – und wird angreifbar. Seinen Kern verortet sie in der Beschwörung eines unbedingten Besitzanspruchs, dessen Verteidigung über Leichen geht.
Yep, das ist hier diesem Link zu entnehmen,
https://www.stiftung-demokratie-saarlan ... haerte8270 .
dessen Inhalt deinem „Hm. Mal schauen“ vorausgeht (?), der aber weder die Skepsis, die dem „Hm“ zu entnehmen ist, noch verständlich macht, weshalb du diese Hypersemantilisierung, die auf meinen Buchtipp reagiert, nachträglich überschreibst mit einer um Wochen verspäteten Antwort auf Zubis Post aus einer bereits abgeschlossenen Diskussion.

Ich bin nicht weit davon entfernt anzunehmen, du wolltest mich mit diesem ungewöhnlichen Vorgang verarschen. Dies und die inhaltliche Veränderung weiterer deiner Posts trugen bedauerlicherweise augenscheinlich zu zusätzlichen Irrungen und Wirrungen in diesem Fred bei.

Jenem klappentextähnlichen, also sehr allgemein gehaltenen zitierten Text sind jedoch weder deutlich apologetische noch skeptische/kritische Ansätze gegenüber Redeckers Theoriedesign zu entnehmen.

Kurz: Ein „Mal schauen“ ist damit selbstredend als löbliche Interessenbekundung in Einklang zu bringen, ebenso (noch) eine Nichtreaktion, aber keineswegs ein skeptisches/kritisches „Hm“.
Punkt 2: Tut mir ja leid, aber der Text gibt durchaus eine gewisse Richtung vor. Ich habe an keiner Stelle behauptet, jede Einzelheit aus dem vorgeschlagenen Podcast/ Buch gedanklich genauso vorhergesehen bzw. erwartet zu haben noch hier im Anschluss irgendetwas direkt zum Buch selbst oder direkt dem Inhalt des Podcasts geschrieben. Ich habe auch nichts darüber geäußert, was genau meine Gedanken beim Lesen der zitierten Textstelle war. (Also schon eher eine Unterstellung, dass ich das so getan habe.)
Allgemein ging es nur um eine gewissen Tendenz ("lose Gedanken" war wohl der Ausdruck), die der vorgeschlagene Podcast im Anschluss nicht total zerschmettert hat. Wenn man das so sagen will.
Ich entnehme den dargelegten Textstellen nur eine inhaltlich nicht konkret ausgeformte Tendenz, die der Klappentext bietet:
• Eine bahnbrechende neue Analyse des Faschismus, die unserer Gegenwart gewachsen ist
• Ewig bemühte Analogien zum NS laufen ins Leere, weil der gegenwärtige Faschismus eine neue, nicht leicht erkennbare Gestalt angenommen hat.
• Der Kern des Faschismus wird in der Beschwörung eines unbedingten Besitzanspruchs verortet, der als zu verteidigender nach der Lektüre des Buches oder dem Abhören des Podcasts als „liquidierende Phantombesitzverteidigung“ rezipiert wird.
Insofern verstehe ich deine Glückwünsche auch nicht so recht. Was soll das werden? Warum diese unnötige Schärfe? (Härte) Gibt es dafür einen bestimmten Grund?
Schärfe, Härte? Really? Ich lese hier nur eine Kommunikationsform, die nicht unkonstitutiv ist für Foren: nämlich „Ironie“, die - man denke! - zudem die zutunliche Form einer Selbstzurücknahme aufweist. ;)

Wir können diesen Kreisel durchaus noch weiter kreiseln lassen bis zur gegenseitigen Erschöpfung nach bekanntem „Schwejk-Ignazius-Muster et vice versa“, aber ich vermute, der Unterhaltungswert dürfte dem Verlauf des Ersten Gossenschen Gesetzes (des Gesetzes des abnehmenden Grenznutzens) folgen:

Die Größe ein und desselben Genusses nimmt, wenn wir mit Bereitung dieses Genusses ununterbrochen fortfahren, fortwährend ab, bis zuletzt Sättigung eintritt“.

Ich empfehle jedoch, nicht bis zum Punkt einer vollständigen Sättigung "voranzuschreiben".

Klare Sache und damit hopp! (Tadellöser & Wolff). Hoffentlich! ;)
Wer glücklich ist, bedarf nicht der Bosheit (Horkheimer).
Wer denkt, ist nicht wütend (Adorno).
Wer keinen Anstoß erregt, gibt auch keinen Anstoß. (Fritz J. Raddatz)
Der Mensch liebt und bewundert den Verklärer und tötet den Aufklärer. (Theodor Lessing)

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