Sebastian Kehl

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Optimus
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Re: Sebastian Kehl

#501 Beitrag von Optimus » Di 24. Mär 2026, 22:36

Zwischen Kehl und der BVB-Führung gab es schon länger deutliche Spannungen. Intern wurde sein Arbeitsstil kritisch gesehen, vor allem weil er häufig die schwierigen Bedingungen auf dem Transfermarkt betonte, statt Lösungen zu liefern. Dazu kamen Reibereien mit Ricken, etwa wenn es um die Anerkennung bei Transfers wie dem Gittens-Deal ging.

In den letzten Monaten ist das Vertrauen weiter gesunken. Die Abstimmung in Verhandlungen lief nicht sauber, dazu kamen Vorwürfe wegen der Außendarstellung und möglicher Indiskretionen.

Spätestens als Kehl öffentlich positiv auf Wechselgerüchte reagierte, war das Verhältnis endgültig beschädigt die Trennung am Ende nur noch eine Frage der Zeit.
https://twitter.com/LafonateBVB/status/ ... 3887092069
Vielleicht aber auch nur Spekulation der Sport Bild. Thema ist wie geschaffen für die ............................!
Da werden jetzt jeden Tag solche Überschriften kommen.
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Kofi Annan

Ignazius5
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Re: Sebastian Kehl

#502 Beitrag von Ignazius5 » Di 24. Mär 2026, 23:35

Vielleicht aber auch nur Spekulation der Sport Bild. Thema ist wie geschaffen für die ............................!
Das ist bei einem Personalwechsel nicht anders zu erwarten und wäre auch dann Gegenstand der Spekulation, wenn man die Verträge nicht verlängert bzw. eine Aufhebung zum Ende der Saison anstrebt. Siehe Lame Duck.

Wenn sich im privaten Bereich Menschen trennen, interessiert das in der Presse keine Sau. Auch genau mit der Begründung, dass das niemanden interessiert, weil privat.

Monika und Mario aus Bottrop haben sich heute gegen 15 Uhr nach einem erneuten Streit dazu entschlossen, ihre langjährige Beziehung zu beenden. Monika ist vorerst bei einer Freundin untergekommen. Über den Gegenstand der Streitigkeiten gibt es bisher nur Gerüchte, aber man geht allg. davon aus, dass es unüberbrückbare Ansichten in der Weiterführung der Beziehung gab. Monika störte sich am Kontrollwahn von Mario, während Mario die ständigen Frauenabende ein Dorn im Auge waren und das Vertrauensverhältnis arg belasteten.

Ein Gespräch mit unseren Beziehungsberater in der Redaktion ergab, dass einer der häufigsten Streitpunkte in Beziehungen im wachsenden Misstrauen bestehe. Hervorgerufen durch Kontrollwahn und häufige Frauenabende.

Sofern Sie mehr darüber wissen wollen, gibt es heute im Abendprogramm ein Gespräch mit Mirko und Marion sowie unserem Beziehungsberater Erik zum Thema: Sind Frauenabende in Beziehungen ein Grund für Kontrollwahn - mit Liveschaltung zu Mario und Monika.

Grund natürlich. Aber jetzt nicht mehr so wichtig. ;)

Gruß Ignazius

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RheinSiegBorusse
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Re: Sebastian Kehl

#503 Beitrag von RheinSiegBorusse » Mi 25. Mär 2026, 05:21

Ignazius5 hat geschrieben: Di 24. Mär 2026, 23:35
Vielleicht aber auch nur Spekulation der Sport Bild. Thema ist wie geschaffen für die ............................!
Das ist bei einem Personalwechsel nicht anders zu erwarten und wäre auch dann Gegenstand der Spekulation, wenn man die Verträge nicht verlängert bzw. eine Aufhebung zum Ende der Saison anstrebt. Siehe Lame Duck.

Wenn sich im privaten Bereich Menschen trennen, interessiert das in der Presse keine Sau. Auch genau mit der Begründung, dass das niemanden interessiert, weil privat.

Monika und Mario aus Bottrop haben sich heute gegen 15 Uhr nach einem erneuten Streit dazu entschlossen, ihre langjährige Beziehung zu beenden. Monika ist vorerst bei einer Freundin untergekommen. Über den Gegenstand der Streitigkeiten gibt es bisher nur Gerüchte, aber man geht allg. davon aus, dass es unüberbrückbare Ansichten in der Weiterführung der Beziehung gab. Monika störte sich am Kontrollwahn von Mario, während Mario die ständigen Frauenabende ein Dorn im Auge waren und das Vertrauensverhältnis arg belasteten.

Ein Gespräch mit unseren Beziehungsberater in der Redaktion ergab, dass einer der häufigsten Streitpunkte in Beziehungen im wachsenden Misstrauen bestehe. Hervorgerufen durch Kontrollwahn und häufige Frauenabende.

Sofern Sie mehr darüber wissen wollen, gibt es heute im Abendprogramm ein Gespräch mit Mirko und Marion sowie unserem Beziehungsberater Erik zum Thema: Sind Frauenabende in Beziehungen ein Grund für Kontrollwahn - mit Liveschaltung zu Mario und Monika.

Grund natürlich. Aber jetzt nicht mehr so wichtig. ;)

Gruß Ignazius
Na das wäre ja mal eine Pressemitteilung :lol: :clap:

Oder auch:


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"Nein, liebe Zuschauer, das ist keine Zeitlupe. Der läuft wirklich so langsam." (Werner Hansch) :lol:

Stumpen
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Re: Sebastian Kehl

#504 Beitrag von Stumpen » Mi 25. Mär 2026, 12:28

... ein Profiverein funktioniert nur dann, wenn alle handelnden Personen – vom Sportdirektor bis zum Trainer – bereit sind, sich einer gemeinsamen Linie unterzuordnen. Das heißt nicht, dass alle immer einer Meinung sein müssen. Im Gegenteil: Reibung kann produktiv sein. Aber wenn persönliche Eitelkeiten, Machtkämpfe oder Profilierungsdrang wichtiger werden als das Wohl des Vereins, dann entsteht Schaden.

Es gab zu viele Nebengeräusche, zu viele interne Konflikte, die nach außen getragen wurden, und zu wenig gemeinsames Auftreten. Ein Verein wie unserer braucht Stabilität, klare Verantwortlichkeiten und Leute, die bereit sind, sich selbst auch mal zurückzunehmen.

Im Rückblick wirkt vieles tatsächlich deutlich klarer, weil sich die damaligen internen Spannungen heute besser einordnen lassen. Die verschiedenen Konfliktlinien, die rund um Sebastian Kehl entstanden sind, scheinen im Nachhinein weit tiefgreifender gewesen zu sein, als es nach außen den Anschein hatte.

Kehl – Terzic: Differenzen in sportlicher Ausrichtung, Kaderplanung und Führungsstil.

Kehl – Mislintat: Überschneidende Kompetenzbereiche und unterschiedliche Vorstellungen von Entscheidungswegen.

Kehl – Sammer: Spannungen zwischen beratender Rolle und operativer Verantwortung.

Kehl – Ricken: Unterschiedliche Prioritäten in der strategischen Ausrichtung des Vereins.

https://sport.sky.de/fussball/artikel/s ... 3557/35705
"Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende."

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Re: Sebastian Kehl

#505 Beitrag von Tschuttiball » Mi 25. Mär 2026, 12:36

Stumpen hat geschrieben: Mi 25. Mär 2026, 12:28
Kehl – Terzic: Differenzen in sportlicher Ausrichtung, Kaderplanung und Führungsstil.

Kehl – Mislintat: Überschneidende Kompetenzbereiche und unterschiedliche Vorstellungen von Entscheidungswegen.

Kehl – Sammer: Spannungen zwischen beratender Rolle und operativer Verantwortung.

Kehl – Ricken: Unterschiedliche Prioritäten in der strategischen Ausrichtung des Vereins.
Eben ich sag ja: Kehl war in allen Differenzen irgendwie beteiligt. Ist man dann wirklich das "Opfer" oder hatte man nicht auch massgeblichen Anteil an der ganzen Sache? Ich denke, dass war halt auch der Grund warum Watzke nicht hellauf begeistert von der Personalie Kehl war.
Man hörte ja auch öfters (nicht erst seit dieser Woche!) dass Kehl ein Einzelgänger sei und sich eher abschotten würde als das gemeinsame zu suchen. Das Kehl spätestens seit dem Zeitpunkt als Ricken ihm vorgezogen wurde (warum war sah man Ricken eigentlich als geeigneter an als Kehl?), Mühe hatte mit der Zusammenarbeit mit Ricken, war/ist ja kein offenes Geheimnis gewesen.

Bin nur gespannt wie es mit Ricken im Sommer weitergeht. Ob er dann der nächste ist der gehen muss. Weil entweder wird sein Vertrag im Sommer verlängert, oder er ist weg. Rickens Vertrag läuft 2027 aus. Verlängerung ist nur im Sommer möglich.
Vielen Dank für alles Herr Dr. Reinhard Rauball!

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Re: Sebastian Kehl

#506 Beitrag von Ignazius5 » Do 26. Mär 2026, 11:30

Das Kehl spätestens seit dem Zeitpunkt als Ricken ihm vorgezogen wurde (warum war sah man Ricken eigentlich als geeigneter an als Kehl?), Mühe hatte mit der Zusammenarbeit mit Ricken, war/ist ja kein offenes Geheimnis gewesen.
Ricken war aber lange Zeit zuvor im Nachwuchsbereich als Verantwortlicher tätig. Ist nicht so, dass er so gar keine Expertise hatte bzw. Kehl deutlich mehr vorweisen konnte. Ich denke schon, dass Ricken keine schlechte Wahl für den Posten war.

Dass es bei einer Neustrukturierung oder Besetzung immer ein bisschen Reibereien in der Nachfolge gibt, man in der Folge notfalls Anpassungen vornimmt, ist eher normal als ungewöhnlich. War oder ist auch in München nicht anders gelaufen, nachdem sich Hoeneß als Verantwortlicher im operativen Bereich zurückgezogen hat.

Potenziell hätte man alle drei nehmen können. (Mislintat, Kehl oder Ricken) Wollten ja offenbar alle mehr Verantwortung tragen. Man hat sich damals für eine Aufteilung entschieden, was ich für legitim halte. Das hat strukturell jedoch zu viel Reibung verursacht. Danach hat man sukzessive nachjustiert. Weitgehend ohne großes Tamtam.

Wenn das Problem zu groß wurde, hat man gehandelt und wirkte dabei nie völlig unvorbereitet, hektisch oder hat es längerfristig eskalieren lassen. Insofern ist das alles okay und entspricht dem, was man von Personen in Verantwortung erwarten kann: Mögliche Schwachstellen zu erkennen, Entwicklungen abzuwarten und entsprechend zu handeln, wenn das Problem zu groß wird. Was eine gewisse Vorbereitung der nötigen Schritte miteinschließt. Das hat man bisher getan und damit ist alles im grünen Bereich.

Und jetzt muss man halt wieder schauen, wie es sich mit Ole entwickelt. Wenn er aber im Vorfeld ein Problem mit seinem angedachten Handlungsspielraum gehabt haben sollte, hätte er kaum unterschrieben, sondern im Zweifel den gewünschten Aufgabenbereich geltend gemacht.

Also, warum sollte man sich im Nachgang noch von Ricken trennen? Er hat ja bisher nur darauf reagiert, wie sich die Dinge nach seiner Besetzung entwickelt haben. Das ist sein Job als Sportvorstand.(?)

Gruß Ignazius

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Re: Sebastian Kehl

#507 Beitrag von jasper1902 » Do 26. Mär 2026, 14:13

Ignazius5 hat geschrieben: Do 26. Mär 2026, 11:30
Das Kehl spätestens seit dem Zeitpunkt als Ricken ihm vorgezogen wurde (warum war sah man Ricken eigentlich als geeigneter an als Kehl?), Mühe hatte mit der Zusammenarbeit mit Ricken, war/ist ja kein offenes Geheimnis gewesen.
Ricken war aber lange Zeit zuvor im Nachwuchsbereich als Verantwortlicher tätig. Ist nicht so, dass er so gar keine Expertise hatte bzw. Kehl deutlich mehr vorweisen konnte. Ich denke schon, dass Ricken keine schlechte Wahl für den Posten war.

Dass es bei einer Neustrukturierung oder Besetzung immer ein bisschen Reibereien in der Nachfolge gibt, man in der Folge notfalls Anpassungen vornimmt, ist eher normal als ungewöhnlich. War oder ist auch in München nicht anders gelaufen, nachdem sich Hoeneß als Verantwortlicher im operativen Bereich zurückgezogen hat.

Potenziell hätte man alle drei nehmen können. (Mislintat, Kehl oder Ricken) Wollten ja offenbar alle mehr Verantwortung tragen. Man hat sich damals für eine Aufteilung entschieden, was ich für legitim halte. Das hat strukturell jedoch zu viel Reibung verursacht. Danach hat man sukzessive nachjustiert. Weitgehend ohne großes Tamtam.

Wenn das Problem zu groß wurde, hat man gehandelt und wirkte dabei nie völlig unvorbereitet, hektisch oder hat es längerfristig eskalieren lassen. Insofern ist das alles okay und entspricht dem, was man von Personen in Verantwortung erwarten kann: Mögliche Schwachstellen zu erkennen, Entwicklungen abzuwarten und entsprechend zu handeln, wenn das Problem zu groß wird. Was eine gewisse Vorbereitung der nötigen Schritte miteinschließt. Das hat man bisher getan und damit ist alles im grünen Bereich.

Und jetzt muss man halt wieder schauen, wie es sich mit Ole entwickelt. Wenn er aber im Vorfeld ein Problem mit seinem angedachten Handlungsspielraum gehabt haben sollte, hätte er kaum unterschrieben, sondern im Zweifel den gewünschten Aufgabenbereich geltend gemacht.

Also, warum sollte man sich im Nachgang noch von Ricken trennen? Er hat ja bisher nur darauf reagiert, wie sich die Dinge nach seiner Besetzung entwickelt haben. Das ist sein Job als Sportvorstand.(?)

Gruß Ignazius
Naja, ich habe jetzt mit diversen BVB-Fans gesprochen und sehr viele sind der Meinung, dass idealerweise hätten gehen sollten.
Ich finde die Kritik an Kehl zu stark und an Ricken öffentlich zu gering .

sgG

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Re: Sebastian Kehl

#508 Beitrag von Ignazius5 » Do 26. Mär 2026, 17:17

Naja, ich habe jetzt mit diversen BVB-Fans gesprochen und sehr viele sind der Meinung, dass idealerweise hätten gehen sollten.
Mag ja sein, aber mit welcher Begründung? Als Chef oder Verantwortlicher macht er, wie beschrieben, nicht so viel falsch. Es wirkt selten überhastet in den Aktionen, eskalierend durch zu langes zögern und es werden zeitnahe entsprechende Lösungen präsentiert. Vielleicht Entwicklungen auch mal abgewartet. Siehe Entlassung Mislintat und Stärkung von Kehl sowie Vertragsverlängerung.

Zu denen ja immer auch zwei Seiten gehören, die damit ihren Willen zur Zusammenarbeit bekunden.
Ich finde die Kritik an Kehl zu stark und an Ricken öffentlich zu gering .
Ricken wird aber Kehl nicht allein entlassen haben, weil er ihn nicht mag oder ihn als Bedrohung wahrgenommen hat. (Leistet zu gute Arbeit und könnte befördert werden. Der muss weg, bevor er auf meinem Stuhl sitzt.) ;)

Die Entlassung war Folge eines oder mehrerer Gespräche, in denen offensichtlich kein tragfähiger Kompromiss für die Zusammenarbeit mehr gefunden werden konnte. Deshalb die Trennung. Wo die Mehrheit der Involvierten diesem Schritt dann zustimmen. Wenn alles total super läuft, werden ja alle gestärkt und es besteht kein Handlungsbedarf.

Im "Streitfall" ist es aber eher ungewöhnlich, dass ein Vorgesetzter seinen Stuhl räumt und der Angestellte den Laden übernimmt. Im Zweifel bleibt der Spieler und der Trainer muss gehen, und Kehl war in der Situation der Trainer. Was nicht heißt, dass er nur Unfug gemacht hat, sondern, wie Sammer das formuliert hat, sich etwas verbraucht oder aneinander abgearbeitet hat.

Und auch in dem Fall muss Ricken als Chef so reagieren, wie er reagiert hat. Dafür sitzt er dort, wo er sitzt.

Gruß Ignazius

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