Frage:Stumpen hat geschrieben: ↑Mi 30. Sep 2020, 12:38 ... entweder unser Konzept zur Vermeidung der Ausbreitung des Corona Virus funktioniert, dann dürfte es keine Rolle spielen, ob einer infiziert ist, oder nicht. Damit ist es auch egal, ob einer aus Hamm kommt, oder aus Dorstfeld. Oder das System funktioniert nicht, dann ist es auch egal ob einer aus Hamm, oder Dorstfeld kommt.
In jedem Fall kann nicht sichergestellt werden, dass jemand beim Betreten des Stations nicht infektiös ist. Die Inkubationszeit, das Wahrnehmen des Symptome, kann nun mal bei Corona 2 bis 14 Tage dauern. Wer da wann, wie stark die Viren verbreitet ist unklar.
Ausgrenzungen machen da für mich einfach keinen Sinn. Aktionismus um den Rest in Sicherheit zu wiegen.
Neben wem würdest du lieber sitzen. Einen aus Hamm, die in den letzten 7 Tagen über 80 Fälle hatten, oder einem aus dem Paderborn Kreis die im gleichen Zeitraum 3 Fälle hatten ?
Dass es die perfekte Sicherheit nicht gibt ist unumstritten. Deswegen abwägen. Das hat mit Ausgrenzung nichts zu tun.
Ich kenne einen Mann, 49 Jahre, sportlich, fuhr jeden Tag 3,5 km mit dem Fahrrad zur Arbeit.
Er lag im April - Mai , durch Covid 19 Erkrankung, 27 Tage im Krankenhaus. Davon 9 in gekrümmter Bauchlage am Beatmungsgerät.
Heute ist nach 3 Stufen Treppen steigen Pause, muss er inne halten. Spätfolgen der Organe ? Noch nicht absehbar.
Wenn man ihn nach Leuten fragt, die Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit oder den Grundrechten ( in der Zeit der Pandemie ) ablehnen, dann hat er nur eine Antwort: Ich wünsche ihnen das gleiche wie das was ich durchmachen musste.
Ich kann ihn verstehen.






