A.Watzke

Alles über den BVB hier rein
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Bernd1958
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Re: A.Watzke

#281 Beitrag von Bernd1958 » Do 28. Nov 2019, 12:58

jasper1902 hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 12:48
Stumpen hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 08:55
... nach Berlin ist Schluss. Zumindest für Favre. Daran ist er teilweise selber Schuld. Warum nutzt er nicht die Möglichkeiten die unsere Bank bietet. Warum ohne zweiten Stürmer in die Saison gehen, warum Dinge nicht korrigieren die ganz offensichtlich falsch laufen.

Viel schlimmer ist aber, dass wir keine Mannschaft heben, kein Team, dass sich gegenseitig stützt. Unsere Ansammlung von Ich AG's geht den Weg des geringsten Widerstands. Führungs und Kopflos. Daran wird auch ein neuer Trainer scheitern.
Siehe da - selbst ich bin da überwigend bei Dir !
Die Problematik des zweiten Stürmers wurde jetzt - leider zu spät - als klarer Fehler gesehen und
wird ja nun sicherlich behoben!
Seine Aufstellungen sind für mich auch nicht nachvollziehbar und da sehe ich auch kaum die
Chance, dass er von seiner - meiner Meinung nach falschen - "Strategie" abgeht.

Was mit der Truppe insgesamt los ist kann ich absolut nicht nachvollziehen.
Die Körpersprache ist Besorgnis erregend , und das obwohl die Mannschaft in der letzten Saison ( ja überwiegend Hinserie, aber
selbst in Spielen wie Nürnberg und Berlin stimmte die Einstellung) und in dieser Saison ( WOB,BMG, Inter zu Hause) gezeigt hat,
dass es zum Teil nicht an der Mentalität fehl - leider viel zu selten

sgG
Ich finde unsere Mannschaft manchmal viel zu selbstgefällig. Man glaubt alles mit der individuellen Klasse hinzubekommen. Daran kann natürlich nur ein Trainer scheitern. Wenn dieser Trainer dann aber zudem noch ein Trainer ist, der nicht seine Klappe aufbekommt und die Leute mal zusammenscheisst ( nur Vermutung meinerseits ), dann wird es schwer eine solche Mannschaft auf Spur zu bringen. Und Favre sieht in manchen Spielern halt mehr als wir und umgekehrt. So sieht er bspw. in Zagadou und Götze keine Spieler die ihn und die Mannschaft weiterbringen. Hingegen sieht er Schulz zur Not als LA. Ich hätte die durchaus sinnvolle Doppelung noch verstanden mit Guerreiro offensiv und Schmelzer oder Schulz defensiv, aber so?
Aki muss hier in Verbindung mit Rauball und Susi handeln. Kehl nehme ich da aus, da er eher auf der Seite der Mannschaft als der Geschäftsführung stehen wird.
Bleibt gesund. #WirBleibenZuhause

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Re: A.Watzke

#282 Beitrag von yamau » Mo 2. Dez 2019, 19:27

AW life im Radio WDR 2 bis 20:00
Also wer wissen will wer neuer Trainer wird..

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Re: A.Watzke

#283 Beitrag von Tschuttiball » Mo 2. Dez 2019, 20:50

yamau hat geschrieben:
Mo 2. Dez 2019, 19:27
AW life im Radio WDR 2 bis 20:00
Also wer wissen will wer neuer Trainer wird..
Und wer wird nun neuer Trainer?
Zuletzt geändert von Tschuttiball am Mo 2. Dez 2019, 21:59, insgesamt 1-mal geändert.
Wir müssen akzeptieren, dass wir in Zeiten von Corona keine grossen Transferausgaben tätigen werden. Ziel ist es den 2. Platz zu sichern.
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Re: A.Watzke

#284 Beitrag von Sunseeker » Mo 2. Dez 2019, 20:53

Komm schon, Tschutti.... jeder weiss, dass AW für After Work steht.
Oder eben -in einem Thread, der A. Watzke heisst- für was Anderes.
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Zuletzt geändert von Sunseeker am Mo 2. Dez 2019, 20:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: A.Watzke

#285 Beitrag von amoroso2008 » Mo 2. Dez 2019, 20:53

AW in einem Aki Watzke thread, wer mag sich wohl hinter AW verstecken :mrgreen:

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Re: A.Watzke

#286 Beitrag von Tschuttiball » Mo 2. Dez 2019, 21:59

Ja sorry, für mich heisst er immer noch Hans-Joachim Watzke...

Aber egal: WER WIRD NUN DER NEUE TRAINER?!
Wir müssen akzeptieren, dass wir in Zeiten von Corona keine grossen Transferausgaben tätigen werden. Ziel ist es den 2. Platz zu sichern.
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Re: A.Watzke

#287 Beitrag von yamau » Mo 2. Dez 2019, 22:55

Da bleiben nur Spekulationen;( der ist aber auch knausrig mit seinen Aussagen, typisch Sauerländer! Sauerland fand ich nur deshalb gut, weil jedes 2‘te KFZ nen BVB Aufkleber hat!!!:) das war’s dann aber auch!

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Re: A.Watzke

#288 Beitrag von yamau » Do 30. Jan 2020, 17:46

Wo ich Watzke schon öfters kritisiert habe möchte ich ihn auch loben..:)!
https://www.google.com/amp/s/www.sport1 ... schaft.amp
Das gefällt mir in der Kausa Özil, wenn endlich einer dem Sensibelchen eine andere Variante darstellt. Es nervt jedwede Kritik zugleich als Rassismus abzutun! Das stimmt
nicht ist m.E. eine Pauschalsierung wie in vielen anderen Fällen...

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Re: A.Watzke

#289 Beitrag von jasper1902 » Do 30. Jan 2020, 18:38

yamau hat geschrieben:
Do 30. Jan 2020, 17:46
Wo ich Watzke schon öfters kritisiert habe möchte ich ihn auch loben..:)!
https://www.google.com/amp/s/www.sport1 ... schaft.amp
Das gefällt mir in der Kausa Özil, wenn endlich einer dem Sensibelchen eine andere Variante darstellt. Es nervt jedwede Kritik zugleich als Rassismus abzutun! Das stimmt
nicht ist m.E. eine Pauschalsierung wie in vielen anderen Fällen...
Akis Aussage kann ich komplett so unterschreiben.

sgG

Max1909
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Re: A.Watzke

#290 Beitrag von Max1909 » So 29. Mär 2020, 10:32

„Dann geht’s ans Eingemachte!“

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke (60) spricht im Interview mit BILD am Sonntag über die Gefahren der Corona-Krise, falsch verstandene Solidarität innerhalb der Bundesliga und seine Einstellung zu Hamsterkäufen.

BILD am SONNTAG: Nach Jahren der Misswirtschaft stand der BVB 2005 unmittelbar vor der Insolvenz. 15 Jahre später befindet sich die gesamte Gesellschaft und mit ihr der Fußball im Ausnahmezustand. Wie sehr erinnert Sie die Corona-Krise an die schwärzesten Stunden ihres Klubs?



Hans-Joachim Watzke: „Das war damals zwar auch eine extrem prekäre Situation, für den BVB sogar noch prekärer als heute. Aber 2005 waren ausschließlich wir betroffen. Jetzt leidet die gesamte Gesellschaft – das ist eine ganz andere Dimension. Zumal niemand weiß, wie sich die Corona-Krise in den nächsten Wochen entwickeln wird. Das ist für alle Menschen extrem belastend...“



Wie beurteilen Sie den aktuellen Zustand unserer Gesellschaft?

„

Ich fühle mit der Bevölkerung. Für mich sind momentan nicht diejenigen die Helden, die jetzt auf Gehälter verzichten wie beim BVB, sondern die, die in den Krankenhäusern, Gesundheitsämtern oder in den Supermärkten malochen, um die Versorgung der Menschen zu sichern. Die Probleme, die der Fußball hat, relativeren sich ehrlicherweise sehr vor dem Hintergrund, was andere seit Wochen für unsere Gesellschaft leisten.“

Bei Ihrem Live-Interview mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59) in der Sportschau vor zwei Wochen klangen Sie etwas weniger mitfühlend und solidarisch. Sie wurden danach als empathieloser, kommerzgetriebener Fußball-Technokrat kritisiert, weil Sie u.a. auf die Konkurrenz-Situation unter den Liga-Klubs hingewiesen haben. Würden Sie ihren Auftritt in dieser Form wiederholen?


Ich habe mir diese Sendung noch einmal genau angesehen und muss sagen, dass jeder Satz, den ich gesagt habe, inhaltlich korrekt war. Ich hätte es allerdings freundlicher und empathischer ausdrücken können. Mea culpa! Meine Mitarbeiter wissen, dass ich auch mal impulsiv werden kann. Jeder der mich kennt weiß aber auch, dass man sich auf mich in jeder Lebenslage verlassen kann...“



Was hat Sie bei einem so wichtigen Thema trotzdem derart aus der Haut fahren lassen?

„

In einem Sendungs-Beitrag kam ein Philosoph zu Wort, der sinngemäß behauptet hat, die Gesellschaft benötige den Fußball nicht. Aber jeder Bürger, jeder Politiker, jeder, mit dem du sprichst, sagt dir, dass der Fußball ein wichtiger Kitt in unserer Gesellschaft ist. Vielleicht DER Kitt, der vom Topmanager bis zur Aushilfe alle Gruppen verbindet! Wer kann das sonst? Und dann gibt ausgerechnet die Sportschau so jemandem ein Podium. Darüber war ich einfach sauer! Natürlich hätte ich das souverän weglächeln müssen – aber so ein Typ bin ich einfach nicht. Entscheidend ist für mich aber letztlich nicht, wie freundlich man etwas sagt, sondern ob es inhaltlich richtig ist. Wir können nicht unter den Tisch fallen lassen, dass die Bundesliga-Vereine auch Wettbewerber sind und bleiben. Und trotzdem sind wir natürlich solidarisch, wenn jemand unverschuldet in eine Schieflage geraten ist. Das schließt sich nicht aus.“


Ihr ehemaliger Gegenspieler, Ex-Bayern-Boss Uli Hoeneß (68), hat am gleichen Tag im Sport1-Doppelpass die empathische Position im Corona-Thema eingenommen...

„

Wer voll im Geschäft steht, so wie Karl-Heinz Rummenigge oder ich, der hat natürlich eine andere Wahrnehmung. Ich trage Verantwortung für mehr als 150.000 Mitglieder, für unsere Aktionäre, aber vor allem für 850 Mitarbeiter des BVB und deren Familien. Wir sind einer der größten Arbeitgeber in der Stadt. Es geht um ganz normale Arbeitnehmer, nicht um Fußball-Millionäre. Unser Reisebüro verkauft keine Reisen mehr, unsere Event & Catering-GmbH macht keine Events mehr und schon gar kein Catering. Trotzdem haben wir gesagt: Als Zeichen der Einheit des BVB wird es zunächst keine Kurzarbeit geben. Das bedeutet für mich Verantwortung und Solidarität.“



Hätten Sie sich im Rückblick etwas Hoeneß-Empathie gewünscht?

„

Uli Hoeneß hat in seinem Leben doch auch alle Aggregatzustände durchschritten – von ganz unempathisch bis sehr empathisch. Das sind halt diese Wechselwirkungen. Für mich ist entscheidend, dass ich innerhalb der Liga inhaltlich in ganz hohem Maße Zuspruch für meine Position erfahren haben. Und trotz meiner ordnungspolitischen Grundsätze können wir solidarisch sein, das haben wir in den vergangenen Wochen ja auch vielfach bewiesen.“


Sie meinen den Hilfsfond über 20 Mio Euro, den der BVB gemeinsam mit den Champions-League-Klubs Bayern, Leverkusen und Leipzig eingerichtet hat. Wessen Idee war das?

„

Ehre, wem Ehre gebührt. Die Grundidee dazu kam von Karl-Heinz Rummenigge. Es war sofort einen Schulterschluss dieser vier Klubs. Das ist alles an einem Nachmittag entschieden worden.“

Nach welchen Kriterien sollen die 20 Mio Euro ausgeschüttet werden?

Diesen Entscheidungsprozess haben wir in die Hände der DFL gelegt. Speziell in Person von Christian Seifert wird dort momentan eine hervorragende Arbeit gemacht. Der DFL-Vorstand wird künftig die Bedürftigkeit bei Vereinen überprüfen und dann entsprechend Gelder auszahlen. Das ist nicht unsere Aufgabe, wir vier Vereine wollten nur ein Zeichen setzen. Und das, obwohl auch wir schwer kämpfen müssen: Wenn wir bis Dezember - wie es einige Virologen vorhersagen - keine Spieler mit Zuschauern mehr haben, verlieren wir sicher ca. 50 Mio Euro. Die können wir nicht einfach so herbeizaubern. Und das ist auch für den BVB alles andere als leicht zu verkraften.“



Wenn zum Beispiel Ihr Erzrivale Schalke 04 um Geld aus dem Solidar-Topf bitten würde, wäre das für den BVB okay?

„

Entscheiden soll ganz bewusst die DFL, die auch alle Zahlen der Klubs kennt. Aber grundsätzlich: Wenn Schalke 04 – und ich glaube nicht, dass das am Ende nötig sein wird – als unser direkter Nachbar auf uns zukommen würde und um Hilfe bittet, dann werden wir immer Mittel und Wege finden, dies zu tun. Umgekehrt wäre das sicher genauso. Bei aller Rivalität: Wir sprechen hier über zwei echte Traditionsvereine, die die Liga bereichern.“



Die ARD-Sportschau hat die 20 Mio Euro als "Tropfen auf den heißen Stein" bezeichnet – können Sie das nachvollziehen?

„Wenn man jetzt darüber diskutiert, dass es auch hätten 30 Mio Euro sein können, dann irritiert das schon ein wenig. Gerade, wenn man vom Gebührenzahler alimentiert wird, ist es immer etwas leichter so zu reden als wenn man das Geld selbst verdienen muss. Zumal das ja nur unsere Hilfe für die eigene Branche ist! Wir unterstützen gerade darüber hinaus etliche Aktionen, Privatinitiativen, die Forschung. Unser Fokus liegt klar auch darauf, tief in die Gesellschaft hinein zu wirken.“

Wie sinnvoll ist in der Nach-Corona-Zeit die Einführung eines Bundesliga-Solis, um die Vereine und damit rund 56 000 Liga-Arbeitsplätze gegen zukünftige globale Krisen wie Terror oder eine neue Pandemie abzusichern?

„

Man kann über alles nachdenken. Ein Solidaritätstopf macht aber nur dann Sinn, wenn er für eine Krise vorgesehen ist, von der alle betroffen sind. Keinen Sinn macht es, einen Verein, der komplett über seine Verhältnisse gelebt hat, mit so einem Bundesliga-Soli zu retten. Dabei bleibe ich. Jetzt bin ich mir aber erst mal sicher, dass viele Klubs in den nächsten Jahren ums Überleben kämpfen müssen.“



Die DFL hat alle Vereine aufgefordert, bis zur nächsten Woche ein "Worst-Case-Szenario" zu errechnen – wie lange würde der BVB demnach eine Liga-Pause überleben?

„

Wenn wir nicht in absehbarer Zeit zurück in den Spielbetrieb kommen und die Saison beenden, erwarten alle in der Liga noch ganz andere Einnahme-Verluste außer dem Ticketing. Dann droht der Ausfall des TV-Geldes, dann drohen Mindereinnahmen im Sponsoring. Dann geht es ans Eingemachte! Der BVB hat ist sehr kreditwürdige, wir hatten bis zuletzt keinen einzigen Euro an Finanzverbindlichkeiten. Aber es ist sicher nicht mein Ziel, dass wir bald wieder ein paar hundert Millionen Euro Schulden haben.“
Ihre Lösung?



Es ist sicher noch nicht der Punkt erreicht, um über ein konkretes Datum für die Saison-Fortsetzung zu sprechen. Ich hoffe aber, dass die Kurve der Infizierten nach den hervorragenden Maßnahmen, die jetzt von der Politik und auch von unserer Landesregierung um Ministerpräsident Armin Laschet in NRW ergriffen wurden, abflacht und wir dann irgendwann langsam über die Rückkehr zu Normalität diskutieren können. Sind wir einmal an dieser Stelle, hat der Fußball auch sicher wieder eine wichtige soziale, gesellschaftliche Funktion. Auch dabei bleibe ich, und das wird mir niemand ausreden!“



Uli Hoeneß prognostiziert, dass es nach der Corona-Krise eine "neue Fußball-Welt" geben wird. Wird es nachhaltige Veränderungen geben, oder herrscht schon bald wieder Business as usual?



„Jetzt, da wir alle gerade sehr kämpfen, tue ich mich schwer mit Zukunftsszenarien. Ich verfüge nicht über hellseherische Fähigkeiten. Ich glaube, dass ein anderes Kostenbewusstsein entsteht – zumindest kurzfristig. Ich weiß aber auch, dass es ein paar Klubbesitzer gibt, die ziemlich tiefe Taschen haben und die versuchen werden, die Lage einiger Vereine zu ihrem Vorteil auszunutzen.“



Konkret: Wird der Gehälter- und Ablöse-Wahnsinn im Fußball weitergehen?

„

Mittelfristig könnten die Summen etwas sinken. Dass es so signifikant absinkt, wie man es sich wünscht, glaube ich aber nicht. Dazu ist der Fußball inzwischen einfach zu globalisiert. Wo es Verlierer gibt, wird es auch immer Gewinner geben.“



Wird es in der nächsten Transfer-Periode weiter Ablösen jenseits der 100 Mio Euro Grenze geben?



Ich will mich ungerne auf eine Summe festlegen. Ich glaube, dass sich der Transfermarkt im Sommer deutlich abschwächt. Dennoch wird es auch weiterhin einige werthaltige Transfers geben.“



Dortmunds wertvollste Aktie heißt Jadon Sancho (20/Marktwert: 130 Mio Euro). Könnte eine Folge der Corona-Krise sein, dass er den Klub wider Erwarten doch nicht in diesem Sommer verlässt?



„Wir haben schon vor Corona gesagt, dass es unsere liebste Vorstellung ist, dass Jadon weiter bei uns bleibt. Am Ende des Tages muss man aber immer auch respektieren, was der Spieler will. Klar sagen kann ich, dass selbst die ganz reichen Klubs trotz der existenziellen Krise jetzt nicht glauben müssen, dass sie bei uns auf Schnäppchen-Tour gehen können. Wir müssen niemanden unter Wert verkaufen!“


Der BVB steht in Verhandlungen mit Thomas Meunier (28/Paris) und Talent Jude Bellingham (16/Birmingham) – wie weit sind diese Transfers?



„Auch wir fahren auf Sicht! Es ist jetzt – unabhängig von Namen, die wir nie öffentlich diskutieren – echt nicht der richtige Zeitpunkt, um über Ablösesummen und Transfers zu sprechen. Das wissen auch Sportdirektor Michael Zorc und Lizenzspieler-Leiter Sebastian Kehl.“



Kalter Krieg, Deutscher Herbst, Tschernobyl, Aids, Ozonloch, Rinderwahn, Finanzkrise, Bomben-Attentat – Sie haben schon viel erlebt – wie sehr beängstigt Sie das Corona-Virus persönlich?



„Angst war in meinem Leben noch nie eine Kategorie, in der ich gefühlt habe – vielleicht fehlt mir da auch irgendetwas. Vorsichtig und präventiv zu sein, das war mir hingegen schon immer wichtig. Ich achte auf alle Vorgaben wie einen Mindestabstand zu anderen Personen und möglichst wenig Kontakt, aber ich liege nicht nachts im Bett und habe Angst, dass ich mich infizieren könnte. In meinem Umfeld gibt es noch niemanden, der positiv auf Corona getestet wurde. Auch kein Spieler von uns musste bisher getestet werden. Ich weiß, dass sich das schnell ändern kann.“



Was denken Sie beim Anblick von leeren Klopapier- und Nudel-Regalen im Supermarkt?



„Ich gehe meistens montags einkaufen, bin ja Selbstversorger. Ich habe das alles registriert – auch, dass der Alkoholanteil in vielen Einkaufswagen angestiegen ist (lacht).“



Hand aufs Herz: Haben Sie Hamsterkäufe getätigt?

„

Nein! Ich bin kein Typ für Hamsterkäufe. Ich hatte noch nie das Gefühl, panisch reagieren zu müssen.“



Fühlen Sie sich ob der Kontakt-Sperren manchmal einsam?

Mir fehlt der Fußball dramatisch. Mir fehlt es, mit anderen Sport zu machen. Aber ganz ehrlich, es gibt aktuell doch viel Wichtigeres, und es gibt immer Lösungen: Gestern zum Beispiel bin ich im Wald wandern gegangen. Das hat mir gut getan. Und alle Menschen, die mir begegnet sind, haben sich an die Vorschriften gehalten...“

Die Liga hofft, den Betrieb möglichst im Mai im Geisterspiel-Modus fortsetzen zu können – wie will man verhindern, dass es vor den Stadien zu Fan-Ansammlungen kommt?


Ich sehe diese Gefahr nicht. Auch, weil ich in den vergangenen Tagen viele Gespräche mit Ultra-Gruppierungen geführt habe – und zwar nicht nur mit Dortmundern. Daraus habe ich die klare Botschaft mitgenommen, dass das nicht passieren wird. Die Einsicht unter den Fans ist deutlich gewachsen. Alle wissen jetzt, dass der Fußball keine Selbstverständlichkeit ist und man Vereinen mit Geisterspielen die Existenz sichern kann. In der Ultra-Szene, so mein Eindruck, gibt es dafür Verständnis.“



Und wenn es trotzdem vor den Stadien zu Fan-Aufläufen wie in Gladbach oder Paris kommen sollte?

„

Das war vor mehreren Wochen, als die Lage und die Aufklärung über Covid 19 und die Auswirkungen der Krise eine völlig andere war. Aber klare Antwort: Dann dürfte man sich nicht wundern, wenn die Veranstaltung direkt beendet würde!“



Eine Fan-Idee sieht vor, den gesamten Bundesliga-Betrieb in eine coronafreie Zone, z.B. nach Helgoland oder in einen Wüstenstaat auszulagern, um die Saison unter klinischen Bedingungen fristgerecht zu beenden. Irrsinn oder vorstellbar?



„Wir müssen aufpassen, dass wir nicht immer mehr ins Absurde abgleiten. Genauso absurd ist für mich die Idee, dass man in sieben Tagen sieben Spiele bestreiten kann. Wir haben eine Fürsorgepflicht gegenüber unseren Spielern. Wir müssen mindestens zwei Tage Pause zwischen den Begegnungen haben. Wir haben noch neun Spieltage bis zum 30. Juni zu absolvieren, dafür sollten wir alles tun. Ich glaube fest daran, dass das gelingen wird.“



Wie sollte die Saison gewertet werden, wenn bis zum 30.6. nicht alle Spiele absolviert werden können?

„

Noch einmal: Wir möchten das bis zum 30. Juni hinbekommen. Wir müssen damit aufhören, dass jeder den Nostradamus gibt und sollten erst mal den ersten vorm dritten Schritt machen! Aktuell steht anderes im Vordergrund, nämlich die Vorgaben der Politik einzuhalten, die gerade einen guten Job macht! Das ist Schritt eins.“

Sie pflegen einen engen Draht zu Gesundheitsminister Jens Spahn – hat er Ihnen signalisiert, dass es bald mit dem Bundesliga-Betrieb weitergeht?

„

Ich zähle Jens Spahn zu meinen privaten Freunden, aber ich lasse ihn seit Wochen komplett in Ruhe. Er hat ehrlicherweise gerade so viel zu tun, dass er sich jetzt nicht auch noch meinen Senf anhören muss.“



Vor Corona bestimmte der Konflikt zwischen Ultras, DFB und Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp die Liga-Stimmung – könnte die Liga-Pause eine reinigende Wirkung in diesem Thema haben?



„Von einem positiven Effekt möchte ich im Zusammenhang mit der Corona-Krise nicht sprechen, dafür hat sie schon viel zu viele Menschenleben gekostet. Diese Pandemie ist die ultimative Prüfung für die Menschen. Wenn überhaupt etwas aus dieser Krise erwachsen könnte, dann ein etwas stärkeres Gefühl für die Einheit der Gesellschaft. Das würde ich mir wünschen.“



Sie haben mit Ihren Spielern über einen Gehaltsverzicht von bis zu 20 Prozent diskutiert – ein Großteil soll eingewilligt haben...



„Nein, nein – nicht der Großteil, alle! Bei uns gibt es nicht einen Spieler, der sich gegen den Gehaltsverzicht gestellt hat. Über Prozentzahlen spreche ich nicht. Es war jedenfalls von Anfang an eine große Bereitschaft zur Solidarität vorhanden.“

Wie viel Geld spart der Verein auf diesem Weg voraussichtlich?

„

Wir sprechen realistischerweise über eine zweistellige Millionensumme.“



Sind dadurch die Arbeitsplätze aller 850 BVB-Mitarbeiter gesichert?

„

Auf keinen Fall wird gegenwärtig ein BVB-Mitarbeiter seinen Job verlieren! Kurzarbeit kann man nicht für die Ewigkeit ausschließen – aber so lange wie möglich! Bis Ostern wird es bei Borussia Dortmund definitiv keine Kurzarbeit geben. Kurzarbeit muss, so verstehe ich mein Wirken, die Ultima Ratio bleiben.“



Wie steht es um Kleinstunternehmen im direkten Umfeld des Vereins – etwa der Würstchenverkäufer oder die Reinigungskraft – wie kann der BVB diesen Menschen helfen?



„Gehen wir von fünf weiteren BVB-Heimspielen in dieser Saison ohne Fans aus, werden diese Einnahmen den Kleinunternehmern am Ende massiv fehlen. So hart es klingt, wir werden viel damit zu tun haben, unsere 850 Mitarbeiter sicher durch diese Krise zu führen. Aber dort, wo wir darüber hinaus helfen können, tun wir dies selbstverständlich. Etwa durch unsere Stiftung „Leuchte auf“ oder gemeinsam mit unseren Fans durch Aktionen und Projekte.“



Erste Klubchefs sehen in der Corona-Krise die Chance, die 50+1-Regel zu kippen – droht jetzt der Ausverkauf des Fußballs?

„

Natürlich ist diese Gefahr gegeben, da müssen wir uns nichts vormachen. Je existenzieller diese Krise werden wird, desto größer wird die Bereitschaft, über Bord zu werfen, was man über Jahre gepflegt hat. Das ist leider so. Diese Leute, die den Fußball kaufen wollen, haben eine gewisse Lobby, weil sie über die nötigen finanziellen Mittel verfügen. Das war mir vom ersten Tag an klar, dass so etwas jetzt punktuell auf die Agenda kommt. Ich hoffe aber, dass die Mehrheit der Vertreter innerhalb der DFL den aktuellen Status quo aufrecht erhalten wollen.“
Was sind Ihre größten Lehren als Mensch und Wirtschaftsboss aus der Corona-Krise?



Corona ist nach der Fast-Insolvenz und dem Bomben-Attentat ja schon die dritte Krise, die ich beim BVB erlebe. Die Erfahrung daraus lehrt mich, Ruhe zu bewahren, nicht hektisch oder aktionistisch zu werden, die Wahrheit zu sagen, auch wenn sie mal unbequem ist und bei aller psychischer Belastung zu versuchen, positiv zu bleiben. Ich weiß, dass ich leicht reden habe, dass ich privilegiert bin. Aber ich weiß auch – das können Sie mir glauben – wie schwer es ist, mit vielen Menschen auf engstem Raum zusammenleben müssen. Und das müssen in unserem Land gerade leider viele Menschen.“



Was werden Sie als erstes machen, wenn die Kontakt-Sperren aufgehoben werden?

„Ich werde dann meinen engsten Freundesreis kontaktieren, alle zum Essen einladen und einen schönen Rotwein trinken. Der persönliche Kontakt fehlt mir extrem – ich bin halt einfach nicht so der Telefon-Typ...“
Zuletzt geändert von Max1909 am So 29. Mär 2020, 21:20, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: A.Watzke

#291 Beitrag von emma66 » So 29. Mär 2020, 12:33

du erwartest doch nicht das dieses buch sich irgendjemand durchliest? so einsam kann selbst corona den tag nicht machen.
Schalke ist heilbar :mrgreen:

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Re: A.Watzke

#292 Beitrag von La Roja » So 29. Mär 2020, 15:54

emma66 hat geschrieben:
So 29. Mär 2020, 12:33
du erwartest doch nicht das dieses buch sich irgendjemand durchliest? so einsam kann selbst corona den tag nicht machen.
Das hättest du dir jetzt auch einfach sparen können! Mit einem solch zynischem Statement zu kommen, wenn sich jemand die Arbeit macht und das Interview einstellt ist nicht die feine Art.
Zum Glück kann ja immer noch jeder selber entscheiden, was und in welcher Länge sich jemand was durchliest, unabhängig vom Grad der Einsamkeit :shock:
Schwarz-gelbe Grüße, Dany

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Re: A.Watzke

#293 Beitrag von jasper1902 » So 29. Mär 2020, 15:56

Gute und vor allen Dingen nachvollziehbare Aussagen von Aki

sgG

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Re: A.Watzke

#294 Beitrag von Tschuttiball » So 29. Mär 2020, 18:06

Kannst du da evtl ein paar Absätze reintun? Dann les ichs auch :mrgreen:
Wir müssen akzeptieren, dass wir in Zeiten von Corona keine grossen Transferausgaben tätigen werden. Ziel ist es den 2. Platz zu sichern.
Tschuttiball, 30.06.2020

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Re: A.Watzke

#295 Beitrag von El Emma » So 29. Mär 2020, 18:33

https://www.kicker.de/772997/artikel/wa ... e_gebuehrt_
Nimm das, da steht in etwa dasselbe drin. ;)
Isch over

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Re: A.Watzke

#296 Beitrag von Max1909 » So 29. Mär 2020, 21:21

Tschuttiball hat geschrieben:
So 29. Mär 2020, 18:06
Kannst du da evtl ein paar Absätze reintun? Dann les ichs auch :mrgreen:


habe mir Mühe gegeben :D

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Re: A.Watzke

#297 Beitrag von Tschuttiball » So 29. Mär 2020, 23:37

Max1909 hat geschrieben:
So 29. Mär 2020, 21:21
Tschuttiball hat geschrieben:
So 29. Mär 2020, 18:06
Kannst du da evtl ein paar Absätze reintun? Dann les ichs auch :mrgreen:


habe mir Mühe gegeben :D
Muchas gracias! :thumbup:
Wir müssen akzeptieren, dass wir in Zeiten von Corona keine grossen Transferausgaben tätigen werden. Ziel ist es den 2. Platz zu sichern.
Tschuttiball, 30.06.2020

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